Fünfziger Jahre
„Die JU hat sich zu einem bestimmenden Faktor in der CSU entwickelt“, sagte 1953 der SPD-Landesvorsitzende Waldemar von Knoeringen , „Ich wäre froh, wenn meine Jungsozialisten mit dieser Entwicklung auch nur annähernd Schritt halten könnten.“ In der Tat vollzog sich der Aufbau der JU in rasanten Schritten. Nicht zuletzt wegen des uneingeschränkten Engagements des damaligen Landesvorsitzenden Franz Sackmann. Der damals erst 24-Jährige fuhr mit einem VW Käfer ausgestattet durch die Landkreise Bayerns, um Ortsverbände zu gründen. Plakate wurden selbst geschrieben und geklebt, Flugblätter und Grundsatzprogramme verteilt und sämtliche Aktionen gestartet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Bald hatte Bayern so viele Mitglieder wie alle Landesverbände zusammen,
Es ging weiter aufwärts. Mit der Unterstützung des damaligen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Hans Ehard, der für die Jugend eintrat, schafften zahlreiche JU´ler den Einzug in die Parlamente. Inhaltlich schärfte die JU ihr Profil und nahm unter anderem zu sozialpolitischen Fragen Stellung. Mit der öffentlichen Forderung des Eigenheimbaus stellte die JU Bayern ihren Einfluss und ihre Stärke unter Beweis. Gerade durch die Mitgestaltung des Grundsatzprogramms der CSU fand die Junge Union den richtigen Grad der Öffnung, um kirchengebundene Anhänger ebenso einzubinden wie weltanschaulich weniger festgelegte junge Menschen.
Autor: Thomas Breitenfellner
Redaktion: Stefanie Sickinger



